Brüssel: Unsere Daten sind in den USA sicher

Die EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström erzählt uns wieder einmal ein schönes Märchen über den US-Datenschutz:

Die EU-Kommission hat sich mit dem zweiten Kontrollbericht Europols zur Abfrage von Überweisungsinformationen des Finanznetzwerks SWIFT durch US-Sicherheitsbehörden zufrieden gezeigt. Die „regelmäßigen Bewertungen“ des Europäischen Polizeiamtes sorgten dafür, „dass die Vorschriften zum Schutz der Privatsphäre der EU-Bürger und ihrer Daten in Kraft sind“, erklärte EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström am Freitag. „Dies ist von entscheidender Bedeutung für das Vertrauen in ein System, das uns mehr Sicherheit gibt.“ (Quelle: heise.de)

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Sampling-Urteil des BGH

OMG! Das Urheber- und Leistungsschutzrecht führt geradewegs in die totale kulturelle Ver(bl)ödung. Der BGH hat entschieden, dass auch kürzeste Auszüge eines Werkes, in diesem Fall bereits zwei Takte einer Rhythmussequenz nicht einfach gesampelt werden dürfen. Die Begründung:

Eine freie Benutzung ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs allerdings ausgeschlossen, wenn es möglich ist, die auf dem Tonträger aufgezeichnete Tonfolge selbst einzuspielen. (Quelle: Netzpolitik.org)

Wo wären wir heute, wenn es unser Urheber- und Leistungsschutzrecht schon vor 2000 Jahren gegeben hätte? Wahrscheinlich wären wir heute noch mit einem Holzwagen unterwegs und könnten weder lesen noch schreiben. Ja, doch, einen Vorteil hätten wir allerdings: Es gäbe keine Musikindustrie und Richter wären auch nicht schlauer als wir.

Cyberschnuller

Vor einiger Zeit habe ich meine Freundin dazu überredet, es auch einmal mit dem bloggen zu versuchen. Zunächst war sie nicht so begeistert. Sie hat es dann, nachdem wir gemeinsam einen Blog eingerichtet haben, aber doch versucht – zunächst halt nur privat. Gestern war es dann soweit, nach dem wir ihren Blog noch etwas aufgehübscht hatten, haben wir ihn für die Öffentlichkeit freigegeben.

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„Die Freiheit nehm ich Dir!“

Unter dem Motto Die Freiheit nehm ich Dir! hat Digitale Gesellschaft e. V. am 29.11.12 eine Aktionen gegen Vodafone, Vodafone steht hier stellvertretend für die Branche der Telekommunikationsanbieter, gestartet, um gegen die Verletzung der Netzneutralität zu protestieren. Die Kampagnenseite halbesnetz.de informiert über viele Vorteile eines Ramschnetz. Mit unserem Vodafail-Remixer kannst Du die Kampagne mit Deinen Slogans bereichern. Auf vodafail.tumblr.com sammeln wir die besten Einreichungen.

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Eine Plage weniger

Bei kreuz.net wurde endlich der Stecker gezogen. Wurde auch Zeit! Niemand braucht solche rechtsextreme Ausfälle und geistige Bankrotterklärungen, wie sie dort verbreitet wurden.

Das Treiben dort soll laut Wikipedia von Verfassungsschutzbehörden in Deutschland und Österreich beobachtet und die Staatsanwaltschaft Berlin soll Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung aufgenommen haben. Ich hoffe echt, das sie den Betreiber finden und für ein paar Jahre zum nachdenken in den Knast schicken.

Leistungsschutzrecht

Das Max-Plank-Institut für Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht hat eine Stellungnahme zum Gesetzesentwurf für eine Ergänzung des Urheberrechtsgesetzes durch ein Leistungsschutzrecht für Verleger (PDF) veröffentlicht, welche nichts geringeres als die nicht Anwendbarkeit des Leistungsschutzrechts bescheinigt. Die Stellungnahme solltet ihr euch echt durchlesen, insbesondere den zweiten Punkt “Auswirkungen eines Verbotsrechts”.

Ich finde es ja immer sehr amüsant, wenn sie in ihrer grenzenlosen Gier nicht einmal merken, dass sie sich nur selber schaden.

Störungen bei Server4You, 1&1, Gmx, …

Bei einigen deutschen Hostern gibt es heute Störungen, meldet Heise. Störungen?

gmx down

Sieht für mich nach mehr aus, als bloß eine Störung. Gmx ist jedenfalls schon seit Stunden nicht mehr erreichbar. Offenbar hat eine Stromspitze den Ausfall verursacht. Eine Stromspitze? Dagegen sollten sie eigentlich abgesichert sein.

Studie: Kinoeinahmen sinken

Und warum ist das so? Darauf kommt ihr nie!

Überraschung: Megaupload-Ende senkte Kinoeinahmen

Laut einer Studie profitierten viele Filme sogar durch den One-Click-Hoster Megaupload, der Anfang 2012 geschlossen wurde. Danach sanken die Einnahmen vieler Filme erheblich, lediglich Blockbuster waren davon nicht betroffen. Daher vermuten die Forscher, dass Megaupload vor allem der Verbreitung durch Mundpropaganda half.

Hahahah!!! Sie haben sich mit ihrem blinden Urheberrechtswahn wieder einmal selbst geschadet!!! Tolle Leistung!!!