Normalität in Deutschland?

Was in Deutschland normal ist, sagt uns Wilfried Schmickler sehr deutlich:

Via uhupardo

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Wenn die Schäfchen keine Wolle geben

Gott liebt alle seine Schäfchen. Die Armen, die Reichen und auch die Sünder, wurde uns im Religionsunterricht beigebracht. Alles nur ein Missverständnis sagen die weltlichen Vertreter. Gott liebt nur Schäfchen, die ordentlich Wolle geben, nicht jene, die sich daraus einen Pullover stricken wollen.

Arme Schäfchen, die keine Wolle geben, haben in der Kirche nichts verloren:

Wer nämlich als deutscher Katholik – warum auch immer – keine Kirchensteuer zahlen will und (deshalb) beim Standesamt oder Amtsgericht seinen Austritt aus der Kirche erklärt, der wird von ihr faktisch so behandelt, als wäre er Glaubensabtrünniger, Ketzer oder gar Papst-Attentäter. Denn auch wenn die Strafe der Exkommunikation bei einem Kirchenaustritt formal entfallen ist, bleiben die Rechtsfolgen dieses Schritts doch die gleichen. Dem Austritt folgt der Rauswurf – in hohem Bogen.

Was machen die eigentlich, wenn so ein „Glaubensabtrünniger, Ketzer oder gar Papst-Attentäter“ stirbt, wird er dann irgendwo im Wald verscharrt, verbrannt oder verkauft? Wer würde denn tote „Glaubensabtrünnige, Ketzer oder gar Papst-Attentäter“ kaufen? Gibt’s da eine spezielle Institution in der Kirche, die solche Geschäfte abwickelt?

„Eintagsfliegen“

Der Literaturnobelpreisträger Günter Grass würdigt in seinem neuen Gedichtband “Eintagsfliegen” u.a. den israelischen Nukleartechniker Mordechai Vanunu, der 1986 die Öffentlichkeit über den Stand des israelischen Nuklearprogramms informierte.

In dem Gedicht “Ein Held unserer Tage” schreibt Günter Grass:

Vanunu: „So heißt der Held, der seinem Land zu dienen hoffte, indem er half die Wahrheit an den Tag zu bringen.“ (www.focus.de)

Israel ist Mordechai Vanunu zu großem Dank verpflichtet, denn ohne diesen Helden hätte das israelische Außenministerium, dass sich seinerzeit nicht auf einen genauen Wortlaut einigen konnte – umstritten war vor allem die Rolle der USA und ob deren Unterstützung beim eigenen Nuklearprogramm überhaupt erwähnt werden sollte, die Weltöffentlichkeit selbst informieren müssen.

Wir gehen davon aus, das nach der Veröffentlichung dieses Gedichts der derzeit amtierende israelische Präsident, Günter Grass schon bald nach Israel einladen wird.