Steuersünder-Datenschrott

Das bayerische Finanzministerium hat sich für rund eine Million Euro eine Steuersünder-Datenschrott-CD angeschafft, die nichts weiter als Namen und Schweizer Kontonummern enthielt. Aber von den fehlenden Daten, wie Ort und Straße der angeblichen Steuersünder, ließ sich die Behörde nicht entmutigen und ordnete eine Hausdurchsuchung bei der ersten Kundin einer Bank an, deren Namen man auf der Schrott-CD gefunden hatte.

Die Kundin, eine Hausfrau und Mutter, hatte natürlich kein Konto in der Schweiz und auch die Hausdurchsuchung förderte nichts belastendes zu Tage, dennoch wurde ein Strafverfahren gegen sie eröffnet und mangels Beweise wieder eingestellt. Die Kundin:

"Es ist so schildbürgerhaft die ganze Geschichte. Ich hab den Glauben an den Rechtsstaat verloren. Des is Willkür und ned Rechtsstaatlichkeit." Quelle: br.de

Schlamperei hoch drei und in unserem Rechtsstaat un-denkbar. Wer wird der/die nächste sein, dem/der sie wegen nicht vorhandenem Konto in der Schweiz an die Wäsche gehen?

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