110 Neonazis verschwunden

Trotz “modernster” (illegaler) Funkzellenüberwachung, VDS, Rasterfahndung und Spitzel-Fußvolk sind 110 Neonazis im Untergrund verschwunden.

Sie entziehen sich der Festnahme, leben unentdeckt im Untergrund: Laut Innenminister Friedrich sind in Deutschland mindestens 110 Neonazis abgetaucht. Er erwarte aber derzeit keine Nachahmer der rechtsradikalen Terrorzelle NSU, so der CSU-Politiker. (spiegel.de)

Ich würde da ja mal beim Verfassungsschutz nachschauen, da finden sich bestimmt welche, vielleicht nicht alle, aber bestimmt die, die sich kürzlich auf die Stellenanzeige hier beworben haben. Den Rest müsst ihr dann halt beim BKA und den Polizeirevieren, die für ihre Schlägertrupps bekannt sind, abholen.

Bei der Aussage “keine Nachahmer der rechtsradikalen Terrorzelle NSU” bin ich anderer Meinung, Herr Friedrich. Ich hoffe natürlich auch, dass der Verfassungsschutz den Fehler nicht noch einmal macht, aber Geheimdienste gelten auch hierzulande als relativ lernresistent, was zumindest die Vermutung nährt, dass es doch ähnliche Bestrebungen bei denen geben könnte, um angestrebte Überwachungsgesetze die nötige Notwendigkeit zu verleihen.

Auch der Nagelbomben-Anschlag in Köln 2004 beweist, das man den Spezialexperten von Polizei und Verfassungsschutz nicht ganz vertrauen kann:

"Der Verfassungsschutz hat keine DVD von der Polizei bekommen, um sich das anzusehen. Stattdessen mussten die Verfassungsschützer auf die Homepage der Kölner Polizei zugreifen. Sie haben das Video dann immer wieder angeklickt, um möglicherweise jemanden zu erkennen", berichtete der CDU-Politiker. (welt.de)

Ich bin ja noch relativ jung und unerfahren, aber ein Telefon konnte ich 2004 schon ganz alleine bedienen, sogar anrufe gelangen mir ohne technische Probleme zu verursachen. Ich weiß natürlich nicht, ob es 2004 schon Telefone beim Verfassungsschutz gab.

Die Kölner Polizei wiederum habe ihre Homepage überwacht, um festzustellen, wer sich das Video am häufigsten ansehe – in der Annahme, derjenige könne verdächtig sein. Die ersten, die auf diese Weise in Verdacht gerieten, seien die Mitarbeiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz gewesen, berichtete Binninger der Zeitung. (welt.de)

Wenn also die Spezialexperten der Kölner Polizei 2004 die Verdächtigen direkt dingfest gemacht hätten, wäre uns einiges erspart geblieben. Das Versagen der Polizeibehörde hat nun gravierende folgen, wie z.B. den NSU-Untersuchungsausschuss, die notwendige Vernichtung und Zensur von NSU-Akten beim Verfassungsschutz und auch die V-Leute müssen nicht nur um ihre Jobs fürchten, für die steht sogar ihre Freiheit auf dem Spiel.

Stellt euch mal vor, wir hätten echte Terroristen im Land, wir wären alle längst tot!!!!

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