Cyberangriffe auf Ölfirmen und US-Banken

Dafür ist, wie könnte es auch anders sein, natürlich der Iran verantwortlich. Doch dafür präsentiert die US-Regierung recht dünne Beweise:

Jetzt seien die Spuren bis Teheran zurückverfolgt worden, berichtet das „Wall Street Journal“.

Über die genauen Beweise schweigt die US-Regierung – streng geheim. Nur so viel: Rund 100 IT-Experten, die für Universitäten und Netzwerksicherheitsfirmen arbeiten, sollen dahinterstecken. Die Hacker hätten zudem ohne die Unterstützung und technische Erfahrung der iranischen Regierung gar nicht die Ressourcen, solche großen Attacken durchzuführen. (www.mopo.de)

100 IT-Experten also, die nichts anderes zu tun haben, als die Server der Universitäten und Netzwerksicherheitsfirmen, für die sie arbeiten, lahm zu legen, und niemand hat da was bemerkt? Eine schöne Geschichte ohne Bezug zur Realität. Ich glaube nämlich nicht, dass eine Gruppe, die eine massive Welle von Angriffen gegen Ölfirmen und US-Banken fährt so bescheuert ist, dies von einem einzigen Ort aus zu tun.

Außerdem war es die USA, die mit Stuxnet den Cyberkrieg begonnen hat. 2010 ließ die CIA auf Befehl von Obama durch Einsatz ihrer Cyberwaffe “Stuxnet” die iranischen Zentrifugen zur Urananreicherung zerstören.

Bei allem Erfindungsreichtum der USA und den üblichen Kriegswilligen geht es nur um eines, den Krieg gegen den Iran. Dabei geht es im Hintergrund nicht direkt um die Interessen der USA, sondern – auch wenn es lächerlich klingen mag – um die Interessen Israels.

Nach dem nun die USA für sich und Europa festgestellt hat, dass Cyberangriffe nur mit militärischen Mitteln abgewehrt werden können, ist klar, worauf die ganze Geschichte hinauslaufen wird. Und es sind ja nicht zuletzt auch solche Geschichten, die geradezu einladen, die USA ein bisschen zu ärgern.

Der Iran hat die US-Geschichte übrigens mit:

Diese falschen und unsachlichen Anschuldigungen seien politisch motiviert und Teil des US-Wahlkampfs, sagte der Chef der Internetabteilung der Regierung, Mehdi Akhavan, am Sonntag nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Isna. (www.heise.de)

zurückgewiesen.

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